Citizen-Science-Projekt

 

PfalzFlora

Citizen-Science-Projekt (CSP) PfalzFlora im Förderverein Naturschutz und Landwirtschaft e.V.

 

Ziel des Projektes
Aufbauend auf dem, was in der Vergangenheit auf dem Gebiet geleistet wurde und mit Blick auf die Anforderungen in der Gegenwart und der nahen Zukunft, soll über 10 Jahre hinweg (2018-2028) ein Beitrag zur Erforschung der Flora der Pfalz von bleibendem Wert für die Naturforschung und den Naturschutz insgesamt geleistet werden.

Maßnahmen in/ab 2018


1.    Förderung von Kenntnissen über die Flora der Pfalz in breiten Teilen der Bevölkerung!
Es werden im Jahr 2018 von Februar bis November insgesamt 10 Exkursionen durchgeführt, bei denen zunächst Pflanzen der Offenlandschaft im Pfälzerwald kartiert werden. Nachweise der Arten werden über den ArtenFinder erfasst. Jede und Jeder, vom Anfänger bis zum Experten, kann mitmachen.

 

2.    Aufbau der Internetseite www.flora-pfalz.de als zentrales Informationsangebot.
Es werden zunächst A] allgemeine Informationen zur Pfalz (Geografie, Geologie, Klima, Naturräume) und B] Informationen zur Floristischen Erforschung der Pfalz zusammengestellt. Außerdem werden C] Kurzberichte über die Exkursionen als PDFs zum Herunterladen  bereitgestellt.

 

3.    Fortführung des OrchideenFinder-Projekt
Das in 2017 begonnene Projekt wird weitergeführt. Es werden Orchideenstandorte erfasst und mit Nutzern Vereinbarungen zur Pflege und Entwicklung der Bestände getroffen.

 

4.    Kommentierte Flora der Pfalz
Es wird mit der Textbeschreibung aller in der Pfalz vorkommenden wild wachsenden Pflanzen begonnen.

 

5.    "Act local - Think global"
Es werden (methodisch und technisch) Anstrengungen unternommen, welche die auf lokaler Ebene geschaffenen Werte auch überregional tätiger AGs (z.B. AHO) und Projekte (z.B. floraweb-RecorderD) dauerhaft nutzbar machen.

 

Stand 28.12.2017
gez. Dr. Oliver Röller

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

Christian Weingart: Kartierung der Flora der Südpfalz
 

von Peter Thomas

Christian Weingart kartierte von 1999 bis 2006 die Flora der Meßtischblattstreifen 6713 (Annweiler) bis 6816 (Graben). Es handelt sich um ein Transekt vom Pfälzerwald bis zur Rheinaue. Größere Orte im Kartiergebiet sind Landau und Germersheim.
Kartiert wurde in einem 64.tel-MTB-Raster. Das bedeutet 512 Rasterfelder mit etwa 1,5 km Kantenlänge. Jedes dieser Raster wurde mindestens zweimal begangen. Auf den über 1.500 Exkursionen sammelten sich fast 260.000 Fundmeldungen an.
Für jede Art können Sie eine Verbreitungskarte abrufen. Die dort hinterlegte Karte stellt die Nutzung der Landschaft dar: Blassrot sind Siedlungen, grün die Waldgebiete, blassorange sind Weinberge und gelb sind Gebiete mit vorwiegender Grünlandnutzung. Weiß sind Gebiete mit vorwiegender Ackernutzung. Eine Karte mit eingetragenen Ortsnamen finden Sie hier.
Insgesamt wurden 2.289 Sippen differenziert. Hierbei wurden auch viele Gartenflüchtlinge erfasst. Die Artenzahlen auf den 2,2 km2 großen Rastern schwankt zwischen 192 und 779 (s. diese Karte). Die niedrigen Werte stammen übrigens nicht aus den Städten, sondern aus der ausgeräumten Agrarlandschaft.
Interessant ist die Frage, ob es für bestimmte Landschaften kennzeichnende Arten gibt. Für Teile der Weinstraße könnte man hier die Übersehene Traubenhyazinthe (Muscari neglectum) und die Osterluzei (Aristolochia clematitis) nennen.
Die Landschaft "Pfälzerwald" wird durch die Tanne (Abies alba) recht gut abgegrenzt. Für die Rheinniederung kann man die Schwanenblume (Butomus umbellatus) als charakteristisch bezeichnen. Blättern Sie die Arten durch und Sie werden viele interessante Verbreitungsmuster feststellen!

 

Hier geht es zum Artenverzeichnis und zu den Verbreitungskarten

© FNL e.V. 2017

Rufen Sie uns an:

0151 19511636
Dr. Oliver Röller
1. Vorsitzender

Find us: 

Josefshof 1
76857 Völkersweiler
www.fnl-pfalz.de